Mehr Geschwindigkeit und Unabhängigkeit: openCode setzt auf eigene Mirrors und Proxys
openCode wird künftig eigene Mirrors und Proxys für verschiedene externe Plattformen und Paketquellen betreiben. Dazu gehören Betriebssystem-Paketquellen wie Ubuntu und Debian sowie zentrale Paket- und Artefaktplattformen wie npm, Docker und weitere Bibliotheksquellen.
Häufig benötigte Pakete und Artefakte können dadurch näher an der eigenen Infrastruktur, kontrollierter und unabhängig von kurzfristigen Störungen externer Anbieter bereitgestellt werden.
Gleichzeitig werden strategisch wichtige Artefakte dauerhaft souverän verfügbar gehalten. Damit verbessern wir nicht nur die tägliche Arbeitsgeschwindigkeit, sondern stärken auch die mittel- und langfristige Unabhängigkeit der Plattform.
Die Nutzung der internen Mirrors und Proxys ist dabei nicht zwingend. Falls ein direkter Zugriff auf eine externe Paketquelle notwendig ist, können die Proxy-Einstellungen für einzelne Systeme, Prozesse oder CI-Jobs deaktiviert werden.
In vielen Umgebungen erfolgt die Proxy-Konfiguration über Umgebungsvariablen wie:
HTTP_PROXY, HTTPS_PROXY, ALL_PROXY und NO_PROXY
Zusätzlich können dieselben Variablen in Kleinschreibung gesetzt sein:
http_proxy, https_proxy, all_proxy und no_proxy
Für einen einzelnen Befehl können diese Variablen beispielsweise vorübergehend entfernt werden:
env -u HTTP_PROXY \ -u HTTPS_PROXY \ -u ALL_PROXY \ -u http_proxy \ -u https_proxy \ -u all_proxy \ <Befehl>
Alternativ können sie für die aktuelle Shell deaktiviert werden:
unset HTTP_PROXY HTTPS_PROXY ALL_PROXY NO_PROXY unset http_proxy https_proxy all_proxy no_proxy
Über NO_PROXY beziehungsweise no_proxy können außerdem einzelne Domains oder Systeme gezielt vom Proxy ausgenommen werden, ohne den Proxy vollständig zu deaktivieren:
export NO_PROXY="example.org,registry.example.org" export no_proxy="$NO_PROXY"
Eine solche Ausnahme ist insbesondere dann erforderlich, wenn vertrauliche Inhalte übertragen werden und keine TLS-Auflösung stattfinden darf.
Je nach eingesetztem Werkzeug können zusätzliche Proxy-Einstellungen vorhanden sein. npm kann beispielsweise eigene Proxy-Einträge besitzen:
npm config delete proxy npm config delete https-proxy
Bei APT können Proxy-Einstellungen zusätzlich in Dateien unter /etc/apt/apt.conf.d/ hinterlegt sein. Docker kann Proxy-Einstellungen entweder in der Docker-Konfiguration oder als systemd-Konfiguration des Docker-Dienstes verwenden.
Damit bleibt die Nutzung der openCode-Mirrors der empfohlene Standard, während für Sonderfälle weiterhin ein kontrollierter direkter Zugriff auf externe Quellen möglich ist.
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