Pomodoro
Lokaler Fokus-Timer für mehr Effizienz im Verwaltungsalltag: feste Arbeitsblöcke, bewusste Pausen und eine ehrliche Zeiterfassung, die auch unterbrochene Fokusrunden zählt.



Pomodoro ist ein schlanker Fokus-Timer für den Arbeitsplatz in der öffentlichen Verwaltung. Die Anwendung überträgt die bewährte Pomodoro-Technik in eine ruhige, native Desktop-Anwendung: Beschäftigte legen die Länge ihrer Fokus- und Pausenphasen fest, starten eine Sitzung und werden anschließend durch abwechselnde Fokus- und Pausenrunden geführt – mit sichtbarem Countdown, akustischem Signal und Systembenachrichtigung bei jedem Phasenwechsel. Der Bedarf ist im Verwaltungsalltag real: Sachbearbeitung, Stellungnahmen, Vorlagen, Vergabeunterlagen und Fachkonzepte verlangen zusammenhängende Denkzeit, konkurrieren aber mit einem hohen Aufkommen an E-Mails, Rückfragen und Terminen. Pomodoro schafft dafür einen klaren organisatorischen Rahmen. Ein fester, angekündigter Arbeitsblock macht Deep Work im Team sichtbar und verabredbar, statt ihn dem Zufall zu überlassen. Die kurze Blockdauer senkt die Hemmschwelle, mit einer aufgeschobenen Aufgabe zu beginnen, und die eingeplanten Pausen beugen Ermüdung über den Arbeitstag hinweg vor. Während eine Runde läuft, sind die Timer-Einstellungen gesperrt, sodass eine laufende Fokusphase nicht versehentlich abgebrochen wird.
Die integrierte Statistik zeigt die tatsächlich geleistete Fokuszeit für heute, die laufende Woche und insgesamt, ergänzt um ein Balkendiagramm der letzten sieben Tage. Über ein frei wählbares Projekt- oder Vorgangskennzeichen lässt sich Fokuszeit einzelnen Verfahren, Projekten oder Fachaufgaben zuordnen. Weil der Verwaltungsalltag selten störungsfrei verläuft, zählt Pomodoro auch vorzeitig abgebrochene Fokusrunden mit der tatsächlich geleisteten Zeit, statt sie zu verwerfen – eine Bürgeranfrage, ein Rückruf oder eine spontane Rücksprache lässt echte Arbeitszeit so nicht unter den Tisch fallen. Diese Ehrlichkeit macht die eigene Zeiterfassung zur belastbaren Grundlage für realistische Aufwandsschätzungen, eine sachliche Priorisierung und eine gut begründete Personalbedarfsdiskussion – ein Beitrag zur Effizienzsteigerung in der Verwaltung, der bei der oder dem Beschäftigten selbst ansetzt, statt bei einer Kontrolle von außen.
Datenschutz und digitale Souveränität sind im Entwurf angelegt: Die Anwendung arbeitet vollständig lokal. Es gibt keine Benutzerkonten, keine Cloud-Anbindung, keine Telemetrie und kein Crash-Reporting. Einstellungen und Verlauf liegen in einem einzigen Ordner im Benutzerprofil, die Historie kann jederzeit vollständig gelöscht werden. Damit entsteht keine Leistungs- oder Verhaltenskontrolle durch Dritte, und das Werkzeug bleibt in der Hand der oder des Beschäftigten – eine wichtige Voraussetzung für die Akzeptanz in Dienststellen und in der Abstimmung mit Personalvertretungen und Datenschutzbeauftragten.
Die Anwendung ist bewusst klein und auf einen Zweck beschränkt. In erster Linie wird sie als eigenständiges macOS-Programm mit mitgelieferter Laufzeitumgebung ausgeliefert und benötigt dafür keine Serverinfrastruktur, keine Datenbank und keinen laufenden Betriebsaufwand. Für IT-Dienstleister, die Arbeitsplätze zentral bereitstellen, steht zusätzlich ein Container-Image zur Verfügung, das dieselbe, unveränderte Oberfläche über einen Browser-Tab erreichbar macht. Der Quellcode steht unter der MIT-Lizenz und ist damit für Behörden, Kommunen und öffentliche IT-Dienstleister frei nachnutzbar und anpassbar. Die Timer-Logik ist als eigenständige, oberflächenunabhängige Komponente umgesetzt und durch automatisierte Tests abgesichert; das gesamte Erscheinungsbild ist über zentrale Design-Tokens definiert, sodass sich die Anwendung mit überschaubarem Aufwand an ein behördliches Corporate Design anpassen lässt.
Software-Details
09.09.26
13.09.26
development
- mac
- linux
0.3.0
MIT
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